Allgemeines über den Geburtstag
Warum feiert man überhaupt Geburtstag?
Bereits in heidnischer Zeit wurde der Geburtstag „gefeiert“, allerdings aus gänzlich anderen Gründen als es heute getan wird. Damals fürchteten sich die Menschen vor bösen Geistern, die einen besonders dann aufsuchten, wenn sich etwas im Leben änderte. Dementsprechend also auch, wenn man ein Jahr älter wurde. Um das Geburtstagskind vor diesen bösen Geistern zu schützen, war es nun üblich, dass Familie und Freunde sich um die Person versammelten. Mit besonders viel Gelache und Fröhlichkeit sollten die Geister in die Flucht geschlagen werden. Außerdem überbrachte man dem Geburtstagskind gute Wünsche und Segensprüche für das nächste Jahr, die im Laufe der Zeit durch kleine Gaben bereichert wurden.
Die Geburtstagskrone:
Früher waren Feiern eine Sache des Adels. Das gewöhnliche Volk, dass jeden Tag hart arbeiten musste, hatte für solch eine Art von Zeitvertreib nichts übrig und überhaupt wurde so gut wie nie festgehalten, an welchem Tag man das Licht der Welt erblickt hatte. Aus diesem Grund existieren auch nur Aufzeichnungen von Geburtstagsfeiern „besserer“ Leute, die oftmals eben auch Kronen bzw. Diademe trugen. Man ging also davon aus, dass die Krone ein wichtige Bedeutung für den Geburtstag als solches hatte und übernahm diesen vermeintlichen Brauch einfach mit. Deshalb trägt man auch noch heute gerne eine Krone an seinem Geburtstag.
Die Geburtstagskarten:

Ursprünglich wurden Karten nur als Art Entschuldigung geschrieben, wenn man am eigentlichen Geburtstag verhindert war und den Feiernden nicht persönlich aufsuchen konnte. Heute ist es allerdings unabhängig davon üblich, Karten zu verschicken und persönlich zu überreichen, auch wenn man zur Feier kommen kann. Schließlich freut man sich immer über ein paar nette Zeilen, die von Herzen kommen.
Der Geburtstagskuchen und die Kerzen: Der Ursprung des Geburtstagskuchens ist noch gänzlich ungeklärt und es ranken sich viele Theorien um ihn. Klar ist, dass auf ihn Kerzen gehören und dass er nur vom Geburtstagskind angeschnitten werden darf. Die Anzahl der Kerzen muss dem Alter des Geburtstagskindes entsprechen und wenn dieses es schafft, alle Kerzen auf einmal auszupusten, hat es einen Wunsch frei. Der Wunsch darf aber, wie sooft, nicht laut geäußert werden, da er sonst nicht in Erfüllung geht.

Möglichweise geht der Brauch auf die Zeit der alten Griechen zurück. Um die Mondgöttin Artemis zu ehren, brachten die Griechen Opfergaben in Form von runden Kuchen, die den Mond darstellen sollten, zu ihrem Tempel. Damit auch das Leuchten des Mondes zu sehen war, stecken die alten Griechen nun möglicherweise Kerzen auf die Kuchen, die den Mondschein symbolisierten. Damit war der Vorläufer unseres Geburtstagskuchens geboren.
Erstmals im Zusammenhang mit Geburtstagen, tauchten Kerzen und Kuchen vor etwa 200 Jahren bei uns in Deutschland auf. Talentierte Kerzenmacher formten extra kleine Kerzen, die gut auf einen Kuchen passten und erfanden vermutlich auch den damit verbundenen Brauch des „Kerzenauspustens und einen Wunsch frei haben“.
Die Geburtstagslieder:
Der Klassiker unter den Geburtstagsliedern ist sicherlich „Happy Birthday“. „Happy Birthday“ wurde bereits 1893 von den zwei amerikanischen Schwestern Mildred und Patty Hill geschrieben und erfreut sich weltweit größter Beliebtheit. Dieses Lied wird meist angestimmt, wenn der Geburtstagskuchen hereingetragen wird. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich „Hoch soll er/ sie leben“. Bei diesem Lied wird das Geburtstagskind der Anzahl seiner Lebensjahre entsprechend oft hochgehoben, hebt man es einmal zu wenig hoch, bedeutet das Pech, ein mal mehr dagegen bringt Glück.